Alleingeburt ist, wenn Du vor Freude heulen musst und Deine Kamera in Ohnmacht fällt. Ein Geburtsbericht

GASTBEITRAG:
In diesem Beitrag teilt Geburtsmeisterin Sophia ihren Geburtsbericht inkl. Video mit Dir und berichtet, welche Dinge ihr geholfen haben, eine Alleingeburt zu erleben, welche sie vor Freude heulen und ihre Kamera in Ohnmacht fielen ließen.

 

Meine 1. Allein-Geburt:

Am 18.07 hatte ich den ganzen Tag das Gefühl, das es los gehen könnte. Ab 17:00 Uhr war dann allerdings kein harter Bauch mehr zu spüren und auch kein leichtes ziehen mehr. Um ca. 12:45 Uhr in der Nacht (nun der 19.) verspürte ich dann in regelmäßigen Abständen ein Zusammenziehen und bin schließlich in den Keller, um den Heizstab einzuschalten (fürs Badewasser) und ins Schlafzimmer zu meinem Mann und unserem Sohn, der übrigens genau am 20.07.2015 geboren wurde und somit fast 1 Jahr alt war. 😉 Ich sagte also zu meinem Baby im Bauch „Du willst wohl noch vor seinem Geburtstag kommen, damit du immer als Erste feiern kannst!“ 🙂

Dank meiner Freundin, die bereits 2 Allein-Geburten meisterte erinnerte ich mich gleich an ihren Ratschlag, die Wellen mit höchster Konzentration zu begegnen und das tat ich von Anfang an. Ich nahm die Welle in mich auf, fokussierte mich und atmete mit der Welle ins Becken rein und es fühlte sich einfach nur schön an! So komplett EINS mit der Welle und ich freute mich richtig bei den Pausen auf die nächste, um genauso positiv und motiviert wieder mit IHR mit zu reiten… Es war ein Wellen-Tanz der kraftvoll und mit viel Liebe zu spüren war und an dieser Stelle möchte ich auf die „Flow-Birthing“ CD plädieren, die mir ein so hilfreicher Wegbegleiter während der Schwangerschaft auf meine Vorbereitung für meine Geburt in Eigenregie war! 🙂 Da gibt es auch ein Buch dazu und die Texte und Songs sind wirklich sehr aufbauend und lehrreich und geben einem Zuversicht, Kraft, Inspiration und viel Glauben zu sich und seinem Körper. Mein Mann machte die CD an und ich konnte die Göttliche, Weibliche Schöpfungs- Urkraft in mir entfachen und war ganz bei MIR.

Mein Mann zündete als nächstes Kerzen an und nach ca. 1 Std. wurde es immer intensiver und ich ging zur Schaukel (eine einfache Hängematte deren beiden Enden/Schlaufen an der Decke eng beieinander aufgehängt worden sind) die wir zufällig noch am gleichen Tag aufhingen. 😉 Das Baumeln war super und das anschließende Tür Drücken (Danke Jobina!) auch! Ins Wasser wollte ich noch nicht steigen und so bewegte ich mich noch ein wenig, als ich plötzlich etwas Blut verlor. Ich war verunsichert, bis mich mein Mann daran erinnerte, das dies bedeutet, das es nicht mehr lange dauert! 🙂

Nach einer weiteren Stunde ca. kam ich schließlich an an einen Punkt, wo mein Körper an seinen letzten Kräften war und ich mich fix und fertig fühlte.. Ich dachte, das ich nun schon um die 150 Wellen durchlebte und fühlte mich so entkräftet. Ich sagte zu meinem Mann „Ich kann nicht mehr!“ , „Ich pack das jetzt nicht mehr, nun reichts!“ Dann stieg ich ins Wasser, konnte die Wärme genießen und fühlte mich wieder etwas fitter. Nach einer weiteren Zeit dann, ganz plötzlich, fing ich intuitiv an, meinen Muttermund abzutasten und konnte doch tatsächlich das Köpfchen meines Babys erspüren! Ich lachte auf: „Ich spüre das Köpfchen.“ 🙂

Dann hatte ich das Bedürfnis auf die Toilette zu gehen und nun kam ein gewaltiger Wall von Druck und ich wusste „jetzt gehts gleich ganz schnell!“ Und so war es dann auch. Hab nur noch schnell zur Kamera gedeutet und meinem Mann aufgetragen, Handtücher auf den Fußboden zu legen. Er meinte dann noch „Du musst vom Klo runter, sonst fällt es rein“ , was mir natürlich klar war 😉 und als ich auf die Knie sank, stütze er mich von hinten und unser Baby flutschte heraus. <3 Ich war sowas von – wie soll ich sagen – „geflasht“ das ich nur noch los heulte und mein Mann hat mir von hinten das Baby zu mir hoch zu heben geholfen und sagte: „Da bist du ja du kleine Maus!“ :-))))

Wir haben ein Video, das zwar nicht ganz optimal eingestellt war, allerdings in „Ohnmacht“ fällt (also die Kamera!) und uns immer noch sehr zum Lachen bringt, weil es genau dann geschieht, wenn das Baby erscheint, so in etwa „Halleluja“ !!! 😉

Die Nabelschnur haben wir nach ca. 1 Std. durchtrennt und die Plazenta neben den Apfelbaum meines Sohnes begraben, wo nun ein Birnenbaum drauf wächst.

In unendlicher DANKBARKEIT für diese wunderschöne Geburt! ♥♥♥

Sophia, André, Linus und seine kleine Schwester Malia

Hier noch zu unserem Geburtsvideo unserer Tochter Malia Santika:

 

 

Text & Video © Sophia Neidhart

 

Die von Sophia erwähnte Audio CD „FlowBirthing“ findest Du hier: Klick und das dazu gehörige Buch „FlowBirthing“ hier: Klick

Die erwähnte „Technik des Türdrückens“ findest Du in diesem Blogbeitrag: Wie Dir eine einfache Tür die Geburtsarbeit erleichtern kann

Gutes Gebären Ihr wundervollen Geburtsmeisterinnen da draußen!

 

Eure Jobina Schenk

 

 

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