Tom lässt auf sich warten und macht es sehr spannend!
Eigentlich dachte ich, im Januar kommt er. Pustekuchen! Dann ging es schnell Richtung ET 20.2.2026, aber von Tom keine Spur. Ich habe immer mal wieder gedacht; ja, jetzt tut sich was… Aber das war schneller vorbei als es anfing. Und so gingen wir langsam aber sicher Richtung März. Wir wurden zusehends ungeduldiger. Papa vor allem. Was ist, wenn es ihm nicht gut geht? Ich versuchte ihn zu bestärken und sagte, ich würde es spüren.
Täglich habe ich seine deutlichen Tritte gespürt und wusste, es ist alles gut und er braucht einfach noch Zeit. Ab 41/0 dann kam auch bei mir so langsam die Verunsicherung und wir besprachen, dass ich für 42/0 einen Termin bei der Gyn ausmache, sollte nix passieren bis dahin.
Ich hatte bei dem Gedanken aber kein gutes Gefühl!
Die Schwangerschaft war frei von Untersuchungen seitens Dritter und ich mochte es einfach nicht. Ich will mir da in meinen Körper nicht mehr reinreden lassen. Da bin ich recht stur geworden.
Aber! Wenn natürlich etwas ist und ich merke, da stimmt was nicht, dann würde und werde ich ohne weiteres ins KH gehen.
Dieses Ultimatum kam dann wohl bei Tom an, denn in der Nacht auf Montag hatte ich deutlich Wehen, die ich fast veratmen musste. Es ging ganze 3 Stunden und dann war auch das wieder vorbei. Jedoch fing am Montag Morgen dann eine leichte Zeichenblutung an. Ich wusste aus meinen Schwangerschaften davor, dass es jetzt bald los geht. Am Montag hatte ich dann immer mal wieder Wehen aber die gingen im Laufe des Alltags unter. Wir gingen zu Bett und ich schlief gut ein. Um halb 4 wurde ich dann durch Wehen geweckt. Ich versuchte zuerst weiter zu schlafen aber merkte dann doch, jetzt geht’s los. Ich weckte meinen Mann und wir wechselten die Plätze. Er ist zu den Kindern ins Bett.
Ich bin dann ins Wohnzimmer und habe mir alles noch aufgebaut. Plane, Handtücher, was zu trinken und zu knabbern, Matratzen … Ich merkte die Wehen nun sehr deutlich und musste es gut veratmen. Im Stehen, und an einem Seil festhaltend, hat es auch gut und aushaltbar geklappt. Während der Pausen bin ich immer wieder durchs Wohnzimmer spaziert und habe mir um 5:07 Uhr noch schnell was zum Naschen aus der Küche geholt, da ich merkte, mein Kreislauf meldet sich. Ich freute mich auf mein Baby und sagte mir, in 2-3 Stunden halte ich dich im Arm.
Plötzlich merkte ich, dass ich nun mitschieben kann. Ich war überrascht, dass es doch so schnell ging. Dieses Mal wollte ich unbedingt in den Vierfüßlerstand. Habe dann halb auf der Couch gehangen. Nun ging es Schlag auf Schlag. Ich spürte das enorme Gewicht und die Fruchtblase platzte. Dachte noch, das hat sich lustig angefühlt und angehört.
Die erste Presswehe und ich spürte deutlich den Kopf. Er war halb da. Bei der 2. Wehe kam der Kopf dann ganz raus. Nun brauchte mein Körper eine kleine Pause. Nicht lang aber spürbar. Ich streichelte den Kopf und versuchte mit meinen Händen zu spüren, ob es irgendwie Hilfe benötigte. Aber nein. Die nächste Wehe kam und Tom war geboren.
Dieses Mal merkte ich, dass genau diese Position perfekt war. Es tat weniger weh und es hat einfach gut gepasst. Als der Kopf geboren war musste ich lachen und freute mich bereits auf die nächste Wehe.
Es war total interessant! Ich kann wirklich sagen, dass die reinen Presswehen gut und kaum weh taten. Nur die letzten beiden Eröffnungswehen taten wirklich weh. Der Rest war absolut ok für mich.
Ich schaute auf die Uhr 5.29 Uhr und staunte nicht schlecht.
Eine ziemlich schnelle Geburt.
Ich nahm ihn zu mir hoch er machte sich schnell bemerkbar. Die Plazenta wollte dieses Mal auch direkt mit raus. Bei der nächste Wehe kam sie mit.
Ich rief meinen Mann, der mit unserer Tochter schon wartete und wir gingen auf die Couch zum ersten Kennenlernen. Mein mittlerer und auch mein ältester Sohn hatten alles verschlafen.
Jederzeit kann und werde ich mich für freie Schwangerschaften und Geburten stark machen. Es ist kein Muss! Aber für mich der richtige Weg.
Ein interessanter Fakt: ich empfand die Wehen dieses Mal gut aushaltbar. Lediglich zwei waren richtig schmerzhaft. Die Phase des Austritts habe ich dieses Mal nicht so schmerzhaft wahrgenommen. Es tat gut und ich konnte sogar dabei lachen, weil ich mich so freute.
Da diese Daten ja viele oft interessieren noch: 4400 g, 56 cm und ein Kopfumfang von 36 cm – gemessen nach 12 Stunden – ich glaube es waren zur Geburt über 4500 g, da Tom danach viel Stuhl abgegeben hat.
Hebamme haben wir keine und zum Arzt geht es erst mit der U3 oder U4.
Stillen klappt wie immer sehr gut! Zum Gewicht, bereits nach 2 Tagen 200 g mehr.
Hausgeburt ist so entscheidend anders, in vielerlei Hinsicht. ❤️
Viele Grüße Steffi
Text & Fotos © Steffi S.

