Schlagwort-Archiv: Freie Geburt

Er ließ uns zappeln bis März – und kam dann innerhalb von 2 Std mit 4500 Gramm zur Welt

Alleingeburtsbericht von Gastautorin Steffi

Tom lässt auf sich warten und macht es sehr spannend!

Eigentlich dachte ich, im Januar kommt er. Pustekuchen! Dann ging es schnell Richtung ET 20.2.2026, aber von Tom keine Spur. Ich habe immer mal wieder gedacht; ja, jetzt tut sich was… Aber das war schneller vorbei als es anfing. Und so gingen wir langsam aber sicher Richtung März. Wir wurden zusehends ungeduldiger. Papa vor allem. Was ist, wenn es ihm nicht gut geht? Ich versuchte ihn zu bestärken und sagte, ich würde es spüren.

Täglich habe ich seine deutlichen Tritte gespürt und wusste, es ist alles gut und er braucht einfach noch Zeit. Ab 41/0 dann kam auch bei mir so langsam die Verunsicherung und wir besprachen, dass ich für 42/0 einen Termin bei der Gyn ausmache, sollte nix passieren bis dahin. 
Ich hatte bei dem Gedanken aber kein gutes Gefühl! 

Die Schwangerschaft war frei von Untersuchungen seitens Dritter und ich mochte es einfach nicht. Ich will mir da in meinen Körper nicht mehr reinreden lassen. Da bin ich recht stur geworden. 

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Glückshaube Geburt: Selten in der Klinik – häufig bei freien Geburten

Die Wissenschaftler nennen es ein „Phänomen“, weil dieses Ereignis so selten vorkommt. Die moderne Geburtsmedizin gibt an, dass die Wahrscheinlichkeit bei etwa 1:80.000 liegt, dass ein Kind mit einer „Glückshaube“ zur Welt kommt. Bei Alleingeburten sieht dieses Verhältnis jedoch ganz anders aus.

Was ist eine Glückshaube?

Von einer Glückshaube spricht man, wenn ein Kind in seiner intakten Fruchtblase zur Welt kommt. Bei diesen Geburten, oft auch als „en-caul-Geburten“ bezeichnet, umhüllt die zähe Eihaut (Amnion und Chorion) vollständig das Kind. Laut Literatur bezieht sich die klassische „Glückshaube“ nur auf einen Teil der Fruchtblase, die wie ein Schleier über Kopf und Gesicht hängt und erst entfernt werden muss, bevor das Baby seinen ersten Atemzug nehmen kann. Den Schätzungen von Hebammen nach, kommt dieses Häubchen immerhin bei 1:1000 Geburten vor.

Zwei Reels, die zeigen, wie eine Glückshaube aussieht:

https://www.facebook.com/share/r/1HjTPKPqiu

https://www.facebook.com/reel/1525595448545849

Screenshot Facebook (c) Jenny-Ann Sulit, Hebamme

Glückshaube als Glücksbringer Mythos

Mythologisch gilt ein solches Ereignis als Glücksbringer. In den Gebrüder Grimms Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ wird ein solches Ereignis beschrieben: „Es war einmal eine arme Frau, die gebar ein Söhnlein, das hatte eine Glückshaube um, wie es zur Welt kam.“ (Originalausgabe von 1812). In späteren Versionen wird die Glückshaube zwar zur „Glückshaut“, doch die Botschaft, dass ein solches Kind mit dieser Besonderheit geboren wird und vom Glück umgeben sein muss, bleibt bestehen.

Auch im Historischen Museum in Basel (Schweiz) findet sich der Glücks-Mythos wieder – in einem dort ausgestellten Medaillon, das eine ineinandergefaltete Embryonalhaut enthalten haben soll. Der Überlieferung nach trug der Besitzer es bei sich, um Glück zu haben.

En Caul Geburt Häufigkeit: Der große Unterschied zwischen Klinik und Alleingeburt

Zurück ins Heute. Die Wissenschaft, Statistiken und Geburtsmediziner geben die Häufigkeit mit 1:80.000 bzw. 1:1000 an. Wie sieht diese Zahl bei Alleingeburten aus?

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Mito´s Freie Geburt – Gebärreise einer Hebamme

Augenöffnender Geburtsbericht von Miriam, welcher verdeutlicht, dass Hebammenwissen beim Gebären nicht unbedingt von Vorteil ist.

Donnerstag, 19.09.2019

Seit einigen Tagen fühle ich mich bereit für die Geburt. Wir sind nun fast drei Wochen drüber, 42+2 SSW. Mito du darfst gerne kommen! (Mito ist eine Zusammensetzung unserer Vornamen.)

Meine üblichen Kontraktionen fühlen sich heute anders an, dazu gesellt sich ein leichtes Ziehen im Unterleib. Mein Gesicht hat sich verändert und spricht nun auch von dem Kommenden. Nach einem langen Waldspaziergang helfen wir am Abend sanft nach.

Freitag, 20.09.2019

Die erste Nacht mit Wehen. Ich wusste, dass es so beginnt und nicht mit einem Blasensprung. Ab 6 Uhr in der Früh kommen sie in kürzeren Abständen, sie sind unregelmäßig ca. alle 10-14 Minuten. Ich muss leicht veratmen und kann nicht mehr ruhig im Bett liegen, Vierfüßlerstand tut mir gut. Tom streichelt und massiert mich sanft. Gegen halb 8 Uhr melde ich mich bei Nina, ich möchte sie wissen lassen, dass sich etwas tut. Über die nächsten Stunden werden die Wehen weniger und ebben schließlich ab.(Nina ist meine Freundin, Hebamme, Vertraute und Kollegin. Der Deal ist, sie kommt zur Beruhigung meiner Eltern (damit man mich nicht weiter als verantwortungslos schimpfen muss), macht es sich im Nachbarhaus bequem und sagt noch kurz „Hallo“ bevor sie wieder nach Hause fährt. Sie hat drei Kinder, wohnt zwei einhalb Stunden entfernt und braucht deshalb etwas Organisationsvorlaufzeit.)
Am Abend kommen die Wellen wieder, ich muss mich bewegen und atmen.
Es ist an der Zeit letzte Vorbereitungen zu treffen. Der Pool ist nun endgültig einsatzbereit.

Samstag, 21.9.2019

Ab 2 Uhr ist es mir nicht mehr möglich zu liegen, die Kontraktionen sind stärker, veratmen reicht nicht mehr, ich muss tönen. Sie sind regelmäßig und kommen alle 10 Minuten. Ich zünde Kerzen an. Tom wacht auf, ich sage ihm, er könne weiter schlafen. Das ist ihm natürlich nur bedingt möglich. Nach ca. drei Stunden werden sie weniger, sodass ich mich wieder ins Bett lege. Die Wellen haben sich wieder verflüchtigt.
Ich bin eine Etappenfrau!

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