Eine Mutter sitzt mit ihrem Neugeborenen in der Badewanne nach einer erfolgreichen Alleingeburt.

Schnelle & intensive Wassergeburt unseres 7. Kindes – die 5. Alleingeburt

Die Schwangerschaft verlief wieder ohne Komplikationen – bis auf immer mal wieder leichte Blutungen in den ersten Monaten (bei den anderen Kindern war das nicht so) und Übelkeit in den ersten und letzten Wochen. Ich habe nur 6 kg zugenommen, was ok war, da ich diesmal mit Übergewicht in die Schwangerschaft gestartet bin. Neben der großen Vorfreude, endlich wieder ein Baby geschenkt zu bekommen, hatte ich auch viele Ängste diesmal. Ich musste mich intensiv damit auseinandersetzen und neben Gebet haben mir Gespräche und Literatur geholfen (Geburtswissen wieder auffrischen, Notfallpläne durchgehen). 

Vier Tage nach dem ET spürte ich nachts erste Wehen, war mir aber nicht sicher, ob es Geburtswehen oder wieder meine starken Senkwehen sind. Ich konnte noch etwas schlafen, aber in den frühen Morgenstunden registrierte ich, dass die Geburt losgegangen ist. Ich ließ mir ein entspannendes Bad ein und weckte meinen Mann. Ich bat ihn, Feuer im Kamin zu machen (es schneite). Ich war alleine im Bad und veratmete meine Wehen in der Wanne, während die Kinder noch schliefen und mein Mann im Wohnzimmer saß. 

Die Übergangsphase war schneller da als erwartet und ich hatte keinen Antrieb, aus der Wanne zu steigen, obwohl ich mein Kind lieber im Vierfüßerstand „an Land“ bekommen hätte. Ich legte mich auf die Seite und dachte, oh Mann, wie bin ich nur auf die Idee gekommen, mir wieder eine Geburt zuzumuten! Mein Gehirn spann Ideen, welche Tiere wir auf unserem Gnadenhof noch aufnehmen könnten, vielleicht um mich von der Gewalt der Übergangsphase etwas abzulenken. Schnell setzte dann auch heftiger Pressdrang ein. Meine anderen Kinder habe ich eher „kommenlassen“, diesmal hatte ich aber Lust, ordentlich mitzuschieben, und unter drei tiefen Schreien wurde in mehreren Etappen das Köpfchen geboren und auch für den Körper musste ich noch eine Presswehe abwarten und kräftig mitdrücken. 

Eine Mutter sitzt mit ihrem Neugeborenen in der Badewanne nach einer erfolgreichen Alleingeburt.

Mein Mann war durch meine Schreie ins Bad gelockt worden, da war unsere zauberhafte Tochter bereits geboren und lag auf meiner Brust. Es war kurz vor sechs Uhr. Er deckte sie mit einem am Kamin vorgewärmten roten Handtuch zu, in dem schon alle ihre Geschwister gelegen hatten. Unsere zweitälteste Tochter war inzwischen auch wach, half mir aus der Wanne und legte eine Matratze auf den Wohnzimmerboden. Dort ruhte ich mich mit unserem Baby aus und stellte fest, dass die Blutung diesmal (wohl wegen des zu warmen Wassers, weil ich ja keine Wassergeburt geplant hatte) recht stark war. Hirtentäscheltinktur, Stillen des Babys und des sechstgeborenen Kindes, Kühlen, Calcium und Kompression schafften bald Abhilfe (später gewogen ergab sich ein Blutverlust von mindestens 700 ml).

Die Geschwisterkinder lernten jetzt unser kleines Mädchen kennen und wir starteten in ein wie immer wunderschönes Wochenbett, in dem ich von meiner Familie entlastet und versorgt wurde und zwei Wochen überwiegend im Schlafzimmer zubringen konnte. 

Ein großer Dank an meinen Mann, der immer hinter mir steht, an meine wunderbaren Kinder, an Familie, Freunde und Glaubensgeschwister für Unterstützungen und Gebete, ganz besonders meiner Schwester, die immer ein offenes Ohr für mich hat und an Jesus Christus, mein Erlöser und Herr.

Foto und Text © Eileen Schmitt

Zwei meiner vorherigen Alleingeburten sind hier zu finden:

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