Schlagwortarchiv: Geburtsbericht

Geboren aus Vertrauen – Selbstbestimmte Gebärreise beim ersten Kind

Geburtsbericht von Gastautorin Hannah

Welch eine Reise – wo fange ich nur an?

Im Mai ’25 überkam – ja, genau so! – mich plötzlich ein sehr starker Kinderwunsch. Im Nachhinein weiß ich, dass die Kinderseele einfach jetzt hierherkommen wollte, was auch sofort geschah. Mein Partner und ich hatten schon, seit wir uns kennen, eine starke Vision davon, wie wir einmal leben wollten, und Kinder waren dabei zentral. Aber dass es so schnell und plötzlich passieren würde, hätten wir nicht gedacht. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch in meiner Ausbildung zur Gärtnerin. Rund um die Empfängnis folgte ein magisches Ereignis dem nächsten, und in mir machte sich mit der Ankunft der Babyseele ein tiefer Frieden breit.

Die gesamte Schwangerschaft war einfach wunderschön. Ich hatte viel Zeit in der Stille und in der Natur. Yoga, Meditation, Musik und Stricken waren vor allem gegen Ende meine Hauptbeschäftigungen.

Bereits in den ersten Wochen habe ich angefangen, mich mit Geburt zu beschäftigen. Ein tiefer Prozess der Dekonditionierung begann. Eine Geburt zu Hause war immer klar, und je größer das Baby in meinem Bauch wurde, umso größer wurde mein Vertrauen und mein Wissen darum, was Geburt wirklich braucht: Privatsphäre, ein Gefühl von Sicherheit, Stille und Einkehr in mich selbst.

Ich habe mich von Anfang an mit meiner Hebamme nicht ganz wohlgefühlt und doch gespürt: Das soll so sein. Vielleicht brauche ich sie bei der Geburt gar nicht. Die Treffen in der Schwangerschaft waren nett, und doch habe ich immer mehr aus den Büchern über Alleingeburten, Podcasts und Geburtsberichten gezogen als von der Hebamme, die zwar recht entspannt und vertrauensvoll der natürlichen Geburt gegenübersteht, aber letzten Endes doch den gesetzlichen Vorgaben unterliegt und oft – um sich selbst zu schützen – nicht für mein Wohl einstehen kann.

Ich selbst bin im Geburtshaus geboren. Meine Mama hatte dort drei wunderschöne Geburten. Und doch war ich tief davon überzeugt, Geburt sei gefährlich und brauche medizinisches Personal und Hilfe – für mich eben zu Hause mit Hebamme. Ich bin so unendlich dankbar für alle Frauen, die ihre Erfahrungen als Gebärende in Eigenverantwortung teilen. Ich habe so viel aus diesen Berichten gelernt. Sie haben mir Mut gemacht und mir gezeigt, dass das, was ich tief im Inneren weiß, möglich und wahr ist. Hier kommt nun mein Beitrag für eine freie, selbstbestimmte und naturverbundene Geburtskultur.

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Schnelle & intensive Wassergeburt unseres 7. Kindes – die 5. Alleingeburt

Geburtsbericht von Gastautorin Eileen

Die Schwangerschaft verlief wieder ohne Komplikationen – bis auf immer mal wieder leichte Blutungen in den ersten Monaten (bei den anderen Kindern war das nicht so) und Übelkeit in den ersten und letzten Wochen. Ich habe nur 6 kg zugenommen, was ok war, da ich diesmal mit Übergewicht in die Schwangerschaft gestartet bin. Neben der großen Vorfreude, endlich wieder ein Baby geschenkt zu bekommen, hatte ich auch viele Ängste diesmal. Ich musste mich intensiv damit auseinandersetzen und neben Gebet haben mir Gespräche und Literatur geholfen (Geburtswissen wieder auffrischen, Notfallpläne durchgehen). 

Vier Tage nach dem ET spürte ich nachts erste Wehen, war mir aber nicht sicher, ob es Geburtswehen oder wieder meine starken Senkwehen sind. Ich konnte noch etwas schlafen, aber in den frühen Morgenstunden registrierte ich, dass die Geburt losgegangen ist. Ich ließ mir ein entspannendes Bad ein und weckte meinen Mann. Ich bat ihn, Feuer im Kamin zu machen (es schneite). Ich war alleine im Bad und veratmete meine Wehen in der Wanne, während die Kinder noch schliefen und mein Mann im Wohnzimmer saß. 

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Wer hat denn ihre Tochter entbunden? „Äh, natürlich meine Frau, wer denn bitte sonst?!“

Geburtsbericht von Gastautorin Katha

Zora Lilith Lórien, 1. Kind, 08.05.2020, 01:54 Uhr, 3014 g (laut Küchenwaage), 47 cm (laut Meterstab) 

Rahmenbedingungen: Heizungsausfall, 15°C Raumtemperatur, vorangehende Meinungsverschiedenheit mit Mann und Mutter

Um 19 Uhr dachte ich, ich hätte mich zu viel aufgeregt und hätte Übungswellen. Nach 4 Wellen – kein Bedarf hier was zu veratmen – und 45 Minuten später, sagte ich meinem Mann, es könnte losgehen, aber ich selbst war mir sicher, es würde nicht losgehen. Weder die Rahmenbedingungen, noch mein Gefühl sagten, dass es soweit war. Mein Mann zündete trotzdem drin unsere Geburtskerze und Duftöllampe an, legte die von mir gewählte Musik auf und bereitete alle Räume vor, um mir möglichst viel Spielraum für Bewegung, Position und Entspannung zu ermöglichen. 
Nach 2 Stunden sehr sanften Wellen – alle 10 Minuten eine Minute etwa – wollte ich immer noch nicht glauben, dass es losgeht. 
Mein Mann hingegen war sich sofort aus tiefstem Herzen sicher, dass das keine Übung war – da sagt nochmal einer, Männer hätten keine Intuition… 
Dann langsam die Steigerung. Ich wanderte durch die eiskalte Wohnung, zog mir meinen Kimono, 3 Paar Wollsocken und Stulpen an und betrachtete mittelmäßig resigniert das bunte Treiben, das unsere Heizung wieder zum Laufen bringen sollte. Denn, Heizung und Warmwasser sind bei uns gekoppelt. … Nein, ich hatte so gar keine Lust auf unsere Geburt. Unsere Freundin, welche wir als Geburtsbegleiterin auserwählt hatten, hatte höllische Kopfschmerzen und da bei uns eh alles entspannt lief, einigten wir uns darauf, dass wir wieder anrufen würden, wenn es so richtig losging. 

Um etwa 22:30 Uhr war ich so müde vom Stress, Ärger über die weiterhin ausgefallene Heizung und durch die Wohnung wandern, dass mein Mann und ich entschieden, uns nochmal ins Bett zu legen. Im Bett lag ich dann zurückgelehnt auf dem Rücken und die 2 Wellen in 1 1/2 Stunden waren zwar ziemlich kräftig, aber es waren ja nur 2. Mein Mann schlief und schnarchte die Zeit über genüsslich vor sich hin. Dann musste ich pinkeln und stand auf und zack, ging es richtig los. Allein auf dem Weg zur Toilette 3 ordentliche Wellen. Zitternd vor Kälte veratmete ich die Wellen und in einem Anfall von Frustration über die Kälte entschied ich, unsere Geburtshelferin per Sprachnachricht nach einem Heizstrahler zu fragen. Während der Sprachnachricht kam dann direkt die erste Welle, welche ich nicht nur veratmete sondern auch vertonte – „Falls du so´n Scheißding (Heizstrahler) hast, bring das Scheiiiiißdiiiiing miiiiiiiiit!“ 

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Spinnst Du? Alleingeburt zu Hause in der Wanne

Es gibt Alleingeburten mit anwesenden Partnern, Geschwisterkindern und anderen Familienangehörigen. Und es gibt Alleingeburten, die werden von der Mama wirklich ganz allein gemeistert. Solch einen Geburtsbericht hat N. zur Verfügung gestellt:

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Unser Baby empfangen wir in Liebe und Würde. Alleingeburt beim 4. Kind und weil es so schön war, auch beim 5.Kind

Im folgenden Bericht zeigt Gastautorin Daniela Ritthammer, dass die pauschalen Prognosen der Geburtsmediziner, wie z.B. einmal Kaiserschnitt-immer Kaiserschnitt und Kind zu groß nicht immer der Wahrheit entsprechen. Schau Dir Daniela´s Vorgeschichte an. Beachte die Geburtsgewichte der alleingeborenen Kinder und die Geburtslage des letztgeborenen Kindes. Und dann beurteile selbst, wie sicher die Gebäroption „Alleingeburt“ für Mutter, Vater und Kind ausgehen kann. Unser Baby empfangen wir in Liebe und Würde. Alleingeburt beim 4. Kind und weil es so schön war, auch beim 5.Kind weiterlesen

Endlich im eigenen Tempo gebären. Alleingeburt beim 3.Kind

Sie hatte bereits eine Hausgeburt und doch blieb ihr etwas verwehrt. Etwas was sie beim dritten Kind endlich meistern wollte: Im eigenen Tempo zu gebären.  
Gastautorin Katharina Kessler mit ihrem wunderbaren Geburtsbericht einer Alleingeburt.

Als ich, 29 Jahre alt, mit Carla schwanger war, erinnerte ich mich an meine letzte Geburt (vor etwa 2 Jahren) zu Hause mit Hebamme. Sie war ruhig und gut, aber ich konnte nicht in meinem Tempo gebären, die Schmerzen der Endphase hatten mich übermannt und mir war klar, das möchte ich so nicht nochmal erleben. Die nächste Geburt wird eine, wie ich sie nannte, „Wellness-Geburt“ werden. Schön ins Krankenhaus, PDA und gut ist.
Aber als ich dann konkret über die Krankenhaus und PDA-Sache nachdachte, hatte ich keine gutes Gefühl und durch irgendeinen Zufall, bin ich auf die Seite „Meisterin der Geburt“ gestoßen . Als ich einen der Geburtsberichte las, war ich so berührt, dass ich von da an MEHR wissen musste.

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Alleingeburt im Dschungel Thailands

Gast-Geburtsbericht von June, die sich in ihrer 3.Schwangerschaft entschied, ihren Traum zu verwirklichen. Der Traum, ein Kind vollkommen frei und selbstbestimmt zu bekommen … in einem tropischen Land Asiens.

Bereits einige Wochen vor der Geburt, setzten bei mir immer mal wieder Wehen ein, vor allem Nachts. Da meine beiden anderen Kinder auch vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt gekommen sind, dachte ich jedesmal, es könnte jetzt vielleicht losgehen. Doch dann beruhigte sich alles wieder und Jessie ließ weiter auf sich warten. So nutzen wir die Zeit um weiter unsere kleine Insel zu erkunden, vielleicht habt Ihr ja das ein oder andere Video davon gesehen.

Am errechneten Geburtstermin, dem 08.11.2017 tat sich natürlich auch nichts. Aber mein Gefühl sagte mir, das es jetzt Zeit ist, doch keine großen Fahrten über die Insel mehr zu machen. Wir blieben daher besser in der Nähe unserer Jungle-Hütte und Kello organisierte auch das Essen oder kochte selber. So vergingen ein paar Tage. Ich spürte immer wieder ein paar Wehen, wusste aber von den früheren Geburten, das waren noch nicht die Geburtswehen.

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Wenn die Erstgebärende mehr weiß, als die Hebamme …

Im Folgenden darf ich den Geburtsbericht von R. mit Dir teilen. Sie hat ihrem Bericht zwar eine eindeutige Überschrift gegeben, aber ich habe mir erlaubt, diesen Bericht mit genau dieser Titelzeile „Wenn die Erstgebärende mehr weiß als die Hebamme … “ zu schmücken. Warum ich dieser Ansicht bin liest Du am besten selbst:

GAST-GEBURTSBERICHT von R.

Lara´s Geburt

Schon am Anfang der Schwangerschaft haben wir entschieden, dass wir eine Hausgeburt machen werden. Die Vorstellung, im Spital von irgendjemand Unbekanntem (Hebammen, Ärzte..) empfangen und begleitet zu werden, und vielleicht zu Geburtspositionen oder Interventionen gedrängt zu werden, war sehr abschreckend für uns.

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Während Mann und Kind schlafen: Alleingeburt im Dunkeln

GAST-GEBURTSBERICHT von ISABELL

 

Erste Alleingeburt beim 2. Kind

Vor 1 1/2 Monaten war es also bei uns auch soweit.
Im November, 1 Tag vor Vollmond, löste sich morgens der Schleimpfropf und damit 1 Tag nach ET wunderte ich mich über diesen zarten Anfang an diesem plötzlich geheimnisvoll funkelnden Morgen – hatte es doch beim Brüderchen vor 3 Jahren so abrupt und (für mich, naiv wie ich war) unerwartet angefangen.
Es war knackig kalt an diesem Tag und meine Schwester feierte ihren Geburtstag nach, wo wir zum Mittag hinfuhren und alle prophezeiten, dass das Kind wohl in dieser Nacht zum Vollmond auf die Welt kommen würde, das ist oft so – über den Abgang des Pfropfes bewahrte ich jedoch Stillschweigen, niemand erfuhr, was bereits vor sich ging. Ich hatte eine traumatische erste Geburtserfahrung hinter mir, wenn auch alles „glatt“ lief bei dieser Hausgeburt und darum war heute alles anders – mystisch schön und ich genoss diese Zeit ganz für mich allein. Eine innere Tür ging auf und die Welt um mich herum war viel klarer, der Spaziergang, seine Kälte, das frost- knackende Laub unter meinen Füßen und meine geschwollene und aufgeweichte Scheide – dass es jetzt los ging – und ich wollte diese Magie ausgiebig in mich aufnehmen! Während Mann und Kind schlafen: Alleingeburt im Dunkeln weiterlesen

Warum nicht das Natürlichste der Welt allein angehen? Gast-Geburtsbericht

Gast-Geburtsbericht von Heidi

Geburtsbericht „Karli“ aus Dresden

Ich musste bisher sehr viel allein machen, konnte mich selten auf Andere verlassen und wenn dann wurde ich oft verlassen. Warum also nicht das Natürlichste der Welt auch allein angehen?

Wir haben uns informiert über Vorzüge und Probleme und ich war ein paar Mal beim Frauenarzt, aber auch nur um die Familie zu beruhigen und ohne (für mich) unnötige Tests.

„Beim Dritten ist alles anders.“ Wie wahr dieser Spruch doch ist.

Unser dritter Sohn hat gezeigt, wie einfach es gehen kann. Warum nicht das Natürlichste der Welt allein angehen? Gast-Geburtsbericht weiterlesen