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Glückshaube Geburt: Selten in der Klinik – häufig bei freien Geburten

Die Wissenschaftler nennen es ein „Phänomen“, weil dieses Ereignis so selten vorkommt. Die moderne Geburtsmedizin gibt an, dass die Wahrscheinlichkeit bei etwa 1:80.000 liegt, dass ein Kind mit einer „Glückshaube“ zur Welt kommt. Bei Alleingeburten sieht dieses Verhältnis jedoch ganz anders aus.

Was ist eine Glückshaube?

Von einer Glückshaube spricht man, wenn ein Kind in seiner intakten Fruchtblase zur Welt kommt. Bei diesen Geburten, oft auch als „en-caul-Geburten“ bezeichnet, umhüllt die zähe Eihaut (Amnion und Chorion) vollständig das Kind. Laut Literatur bezieht sich die klassische „Glückshaube“ nur auf einen Teil der Fruchtblase, die wie ein Schleier über Kopf und Gesicht hängt und erst entfernt werden muss, bevor das Baby seinen ersten Atemzug nehmen kann. Den Schätzungen von Hebammen nach, kommt dieses Häubchen immerhin bei 1:1000 Geburten vor.

Zwei Reels, die zeigen, wie eine Glückshaube aussieht:

https://www.facebook.com/share/r/1HjTPKPqiu

https://www.facebook.com/reel/1525595448545849

Screenshot Facebook (c) Jenny-Ann Sulit, Hebamme

Glückshaube als Glücksbringer Mythos

Mythologisch gilt ein solches Ereignis als Glücksbringer. In den Gebrüder Grimms Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ wird ein solches Ereignis beschrieben: „Es war einmal eine arme Frau, die gebar ein Söhnlein, das hatte eine Glückshaube um, wie es zur Welt kam.“ (Originalausgabe von 1812). In späteren Versionen wird die Glückshaube zwar zur „Glückshaut“, doch die Botschaft, dass ein solches Kind mit dieser Besonderheit geboren wird und vom Glück umgeben sein muss, bleibt bestehen.

Auch im Historischen Museum in Basel (Schweiz) findet sich der Glücks-Mythos wieder – in einem dort ausgestellten Medaillon, das eine ineinandergefaltete Embryonalhaut enthalten haben soll. Der Überlieferung nach trug der Besitzer es bei sich, um Glück zu haben.

En Caul Geburt Häufigkeit: Der große Unterschied zwischen Klinik und Alleingeburt

Zurück ins Heute. Die Wissenschaft, Statistiken und Geburtsmediziner geben die Häufigkeit mit 1:80.000 bzw. 1:1000 an. Wie sieht diese Zahl bei Alleingeburten aus?

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Alleingeburt im Geburtshaus

Eine Alleingeburt im Geburtshaus? Ist da nicht normalerweise immer eine Hebamme dabei??? In diesem Geburtsbericht beschreibt eine Meisterin der Geburt -die anonym bleiben möchte-  wie es dazu kam, dass sie ihr zweites Kind ohne Hebamme in einem Geburtshaus geboren hat.

„Halbgeplante“ Alleingeburt im Geburtshaus nach Kaiserschnitt

Vorgeschichte vor 2,5 Jahren/Geburt des ersten Kindes

Mit schwerer Erkältung und Husten (und dadurch vorzeitigen Blasensprung) im Kreissaal. Total kraftlos. Ergebnis war eine sekundäre Sectio nach 20 Stunden, wegen Geburtsstillstand, schlechter Herztöne, Nabelschnur um den Hals und „Sternengucker“. So sagt es der Geburtsbericht der Klinik.
Das Schlimmste für mich war das fehlende Bonding.

Zweite Schwangerschaft 

Letztes Schwangerschaft-Drittel:

Zum Arzt gehe ich seit der 22. SSW nicht mehr. Ich möchte mehr und mehr in meiner Verbindung zum Kind ankommen und in Ruhe gelassen werden.
Wir sind sehr im Trubel mit unserem Hausbau. Relativ spät (dafür sehr eindringlich) spüre ich vor allem durch das intensive Lesen und die Vernetzung mit anderen, dass mich Angst begleitet. Angst vor der Klinik, vor eventuell ähnlichen Situationen, vor Interventionen und vor wenig Selbstbestimmung. Daher suche ich mir eine Doula, die mich und meinen Mann in die Klinik begleiten soll. Doch insgeheim wünsche ich es mir anders – und das spürt meine Doula.

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