Schmerzfreie Geburt. Geburtslust, Geburtsorgasmus, Alleingeburt, Gehirnwellen, Geburtswellen

Warum Du zwei Wellen-Arten für die schmerzfreie Geburt brauchst

Hast Du den Begriff „Geburtswehe“ schon mit „Geburtswelle“ ausgetauscht? Prima! Das ist ein richtig guter Schritt, denn die suggestive Kraft eines Begriffs hat Auswirkung auf unser Erleben. Das Wort Wehe vermittelt eher, dass es weh tut. Das Wort Welle assoziiert deutlich mehr Freude und viel weniger Schmerz.

Jetzt lass uns noch einen Schritt weiter gehen, um diese Geburtswellen richtig gut zu meistern.


Kann ich Dich kurz gedanklich auf ein Surfbrett einladen? Dich in Gedanken an einen der schönsten Traumstände zu begeben, wo azurblaues Wasser auf palmengesäumten Sand trifft? Hast Du ein Bild vor Dir? Perfekt!

Jetzt stell Dir vor, Du liegst auf Deinem Surfbrett, die Welle baut sich gerade auf und Du willst aufstehen, um los zu surfen … Aber Du kommst nicht schnell genug aufs Brett, du kriegst Dein Bein nicht aufgestellt, es fühlt sich eng an. Deine Bewegungsfreiheit scheint irgendwie eingeschränkt. Du kannst Dich auch nicht richtig bücken, denn am Bauch ist enger Stoff, der nicht nachgibt und wenn Du mit deinen Armen hinunterlangst, um nachzuhelfen, schnürt Stoff die Schultern und Oberarme … Erst jetzt realisierst Du, dass Du einen engen schwarzen Bleistiftrock und die weiße hochgeschlossene Businessbluse anhast … Dein Businessoutfit, mit dem Du Deinen akademischen Abschluss gemacht hast und welches Du jeden Tag trägst, um Lohn und Anerkennung in der Gesellschaft zu bekommen.

Halt mal kurz inne:
Ist Dein Business-Outfit für Dein Surferlebnis hinderlich?
Absolut!

Du wirst damit beim Surfen keinen Spaß haben, weil Du entweder die Welle verpasst, oder so sehr ins Straucheln kommst, dass die Welle Dich unter Wasser drückt und Du Dich erst japsend wieder hervorkämpfen musst. Vielleicht probierst Du auch noch eine zweite Welle und wenn Du ganz tapfer bist, auch noch eine dritte und vierte. Aber Du wirst es nicht hinkriegen, denn der hübsche Bleistiftrock ist viel zu eng, um Dich galant aufs Brett zu schwingen.
An diesem Punkt hast Du nun zwei Möglichkeiten:
Entweder Du schwimmst zurück ans Ufer und kommst zu dem Entschluss, dass Surfen Sch***e ist. Oder Du reißt Dir endlich diesen Fummel vom Leib, befreist Dich von den engen Konventionen und schwingst Dich vollkommen nackt aufs Brett, um DIE Welle Deines Lebens zu reiten.

Okay, bitte komm jetzt zurück von unserem Ausflug.
Verstehe, wie wichtig es ist, unter der Geburt all das auszuziehen, was Dich normalerweise nährt. Das Businessoutfit steht stellvertretend für unser analytisches Denken, für den Verstand, die Logik, die Rollen, die Konditionierungen, die Regeln und das komplette Alltagsbewusstsein und eben das Image, was Du täglich annimmst. Zieh das alles aus für die Geburt! Streife es ab, trenn Dich davon! Werde während des Gebärens so nackt und so rein, wie das Kind, welches sich gerade auf diese Welt schieben will. Erst dann stellt sich in Deinem Gehirn etwas um, was es Dir erlaubt, schmerzfrei und lustvoll zu gebären.

Das Gehirn ändert seine Wellen, seine Gehirnwellen. Es verlässt den Betabereich, um in den Alpha- und später in den tieferen Thetazustand zu gelangen.
Bildlich ausgedrückt bedeutet es:

Im Businessoutfit surfen wollend = Verkleideter Zustand/Alltagsimage = aktiver Neokortex erzeugt Beta-Gehirnwellen
Nackt surfen = Purer Seins-Zustand/ohne Image = inaktiver Neocortex erzeugt Theta-Gehirnwellen

Die zwei Wellen-Arten, die Du also für eine schmerzfreie Geburt brauchst, sind:

  1. die Geburtswellen und
  2. die Gehirnwellen.

Hört sich einfach an? Es ist einfach! Frag mal einen Surfer! Die Kunst im Surfen ist das Einswerden mit dem Brett und der Welle. Lass es einfach fließen. Lass los!
Ich wünsche Dir lustvolles Gebären!

Deine Meisterin der Geburt
Jobina Schenk

Fotocredit Fotolia © Marco Govel #68857258

3 Gedanken zu „Warum Du zwei Wellen-Arten für die schmerzfreie Geburt brauchst“

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