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Ich glaub, ich bin in der Übergangsphase. – Was? Schon?

Gastautorin Michaela über ihre wunderschöne kraftvolle Alleingeburt von Lina mit Grenzerfahrung

Vorab:

Lina ist unser 4. Kind. Unser erstes Kind kam an ET + 11 mit Einleitung im Krankenhaus (Gott sei Dank „nur“ PDA und Oxytocin-Tropf und am Ende angeleitetem Powerpressen wegen angeblich schlechter Herztöne) innerhalb von 16 Stunden, die kleinen Brüder dann an ET + 2 und an ET – 4 innerhalb etwa 4 Stunden zuhause, mit relativ zurückhaltenden Hebammen zur Welt. Schon beim dritten Kind hatte ich mir eigentlich gewünscht, es nur mit Baby und Papa zusammen zu meistern, bat M. (meinen Mann) dann aber 45 Minuten vor dem ersten Schrei doch die Hebamme anzurufen: “Ich brauche sie jetzt!” Seit unserer Alleingeburt weiß ich, dass ich sie in der Übergangsphase da haben wollte in der irrationalen Hoffnung, dass ihre Anwesenheit irgendwas an der Situation ändern würde…

Als ich dann knapp vier Jahre nach unserem dritten Kind wieder schwanger war reflektierte ich viel über die letzten Geburten und bemerkte, dass ich mich durch die pure Anwesenheit von „fremden“ Personen gestört gefühlt hatte und dass selbst Sätze wie: „Hock dich mal so hin.“ und „Noch nicht pressen!“, „Ich untersuch dich noch!“ und der Koffer mit der Aufschrift „Beatmung“ mich verunsichert und aus meiner Mitte gebracht hatten. Außerdem ging die volle Konzentration auf das Baby und mich und meinen Körper schon beim Warten auf die Hebamme(n) und erst recht beim Eintritt ins Geburtszimmer mehr oder weniger verloren.

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